Feb
17
Lingerie – so vielseitig wie die Frauen selbst
Die Lingerie – zu deutsch „Feinunterwäsche“, aus dem Französischen von „linge“ – „waschbar“ und im weiteren Sinne von „lin“ – dem Leinenstoff (Linnen), aus dem lange die damals noch wenig anschmiegsamen Kleider für Darunter gefertigt wurden, bevor die Baumwolle nach Europa kam. Heute versteht man – oder besser frau – darunter die feinsten Gewebe aus Satin, Seide und Spitze, die Frau gern anzieht und man(n) noch lieber auszieht.
Der Vergleich zum funktionalen Baumwollschlüpfer ist so weit entfernt, dass wir diesen gar nicht näher betrachten wollen. Lingerie sind feinste Schmuckstücke, die einen Körper erotisch verpacken oder besser mit Farbe und Stoff nur anhauchen. Während Wäsche früher eher dem rein funktionalen und hygienischen Zweck dienen sollte, waren Corsagen schon in den Königshäusern Teil des Chics –doch ohne Prunkgewänder darüber wirkten diese wattierten Stoffgebilde mit Haken, Stützstäbchen und Ösen kaum erotisch. Erst in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts, im Rahmen der sexuellen Revolution, entwarf man erstmals Unterwäsche, die mehr schmücken sollte als funktional zu sein – die Lingerie war geboren.
Zur Lingerie zählen aufwendig mit Spitze oder Steinen verzierte Büstenhalter und Höschen ebenso wie Strapsgürtel, Bodies und Corsagen aus hochwertigen, feinen Stoffen. Diese Schmuckstücke für Drunter können viel, die Entscheidung trifft die Trägerin: Ob frau filigrane Strings oder reichlich berüschte Hüfthöschen bevorzugt. Ob die Wäsche neben dem Deko-Effekt das „Bedeckte“ optisch minimieren oder durch Gel-Polster und Co. maximieren soll. Ob sie es für sich und das sinnlich-verruchte Gefühl von schwarzen Strapsen unter dem Kostüm im Büro trägt. Oder ob sie es sich kunstvoll für den Liebsten vom Körper zupft.
In den heutigen Manufakturen für hochklassige Wäsche zählt allerdings nicht mehr nur die Oberfläche. Brüllfarben, billige Aneinanderreihungen von Ostblockspitzen und zu enge Bündchen, die dann an Stellen kratzen und drücken, wo das gar keinen Spaß macht, sind out.
Heutige Lingerie verwöhnt nicht nur die Augen der Männer, sondern auch den Körper und den Selbstwert der Trägerin. Lingerie hat Anspruch – besonders den, im Alltag verwendbar zu sein.
Die Lingerie-Trägerin ist eine selbstbewusste, erwachsene Frau. Sie genießt sich, Ihr Frausein und Ihren Körper. Sie versteckt sich nicht, da sie zu sich steht und sich wohlfühlt – unabhängig von Alter und Figur. Sie lässt auch mal die hochwertigen Spitzen aus dem Top blitzen oder überschlägt die bestrapsten Beine lässig am Flughafen. Allerdings mit Niveau.
Auch ein französisches Wort. Neuigkeiten zu Lingerie und Dessous finden Sie unter anderem hier.
Unser Tipp: Das Funktionsshirt für die Frau!
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